Das 35. Paléo – schillernd wie ein Regenbogen

Kurz vor Beginn des letzten Abends zieht Paléo Bilanz aus einer strahlenden 35. Ausgabe mit rund 230’000 BesucherInnen. Konzerte, Shows, künstlerische und architektonische Installationen boten jede Menge Gelegenheit, alle Wünsche zu erfüllen.

Das Festival, das am Dienstagabend mit Vollgas begonnen hat, als sich auf der brandheissen Grossen Bühne N*E*R*D, Iggy and the Stooges, Motörhead und NTM ablösten, schliesst heute Abend eine farbenfrohe Ausgabe ab.

„Back to the Folk!“ lautete das Motto am Donnerstagabend mit den lebenden Legenden Crosby, Stills & Nash, die eine fabelhafte Performance für alle Generationen boten. Und mit Folk ging es weiter, als Hughes Aufray die Menge mit seinen Kindheitserinnerungen bezauberte. Asaf Avidan oder auch John Butler Trio brauchen sich ihrer fruchtbaren Wurzeln nicht zu schämen.

Eine Reise durch Genres, Farben und Alter – das ist das Prinzip eines Festivals mit einem bunt gemischten Programm aus Rock, Electro und HipHop. Von den erfinderischen Foals bis zu den quirligen Two Door Cinema Club, vom mehr als überzeugenden Beast bis zu den brisanten Vitalic oder Laurent Garnier und dazwischen einem Brother Ali, der den ursprünglichen HipHop brillant aktualisiert, gab es jede Menge wunderbar emotionsreiche Momente für jeden Geschmack.

Eleganz, sei sie raffiniert wie bei Benjamin Biolay oder lässig wie bei Jacques Dutronc, begeisterte die Liebhaberinnen und Liebhaber der französischsprachigen Musik.

Die Schweizer Szene hat ihr ausgezeichnetes Niveau mit Künstlern wie Laure Perret, Disco Doom, My Heart Belongs To Cecilia Winter oder Filewile bestätigt.

Das südliche Afrika gestaltete im Village du Monde einen Regenbogen für alle Sinne und bot den ZuschauerInnen einen Einblick in eine Region mit vielfältigen Kulturen. In dem von grossartigen Halsketten eingerahmten Dôme eroberten Hugh Masekela in Begleitung seiner unvergleichlichem Musiker und die Mahotella Queens das Publikum, das von der Authentizität und der Energie dieser fabelhaften KünstlerInnen tief betroffen war. 2011 nimmt das Village Kurs auf die Karibik.

La Ruche hat das Publikum ein Mal mehr bezaubert mit seiner Welt der Zirkus- und Strassenkunst und seinen schrägen, lustigen und poetischen Shows und Streifzügen.

In der Cabine à Trombines, dem von Eddy Mottaz und Paléo gemeinsam auf die Beine gestellten Fotostudie, wurden über 1’200 Originalporträts aufgenommen und dem Publikum auf verschiedenen Medien, darunter auch http://www.paleo.ch, gezeigt: ein voller Erfolg für dieses Projekt.

Organisatorische Bilanz

Zum Zeitpunkt des Verfassens dieser Mitteilung ist kein namhafter Zwischenfall zu verzeichnen. Der Empfang der ZuschauerInnen war äusserst gepflegt, insbesondere in „La Rue“, der neuen Einganszone, wo die Aktivität oder auch Aggressivität der Schwarzmarkt- Tickethändler deutlich zurückgegangen ist.

Der Besuch des Zeltplatzes hat leicht zugenommen mit rund 10’000 Personen.

Die nächste Ausgabe des Festivals findet vom 19. bis 24. Juli 1011 statt. Das Programm wird am Dienstag, 5. April bekannt gegeben, und der Ticketverkauf beginnt am 13. April.

Alle Infos auf www.paleo.ch

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