Scheinverhaftung wegen Sex

uniformiert und bewaffnet suchte Terry Bowman den Jungen in dessen Zuhause in San Jose im US-Bundesstaat Kalifornien auf. Dort legte der Beamte dem „Übeltäter“ Handschellen an und hielt ihm eine etwa fünf Minuten lange Standpauke, berichtet die britische Tageszeitung „Daily Telegraph“.

Als ein Polizist in den USA herausfand, dass seine 14-jährige Stieftochter Geschlechtsverkehr hatte, machte ihn das sehr wütend. Und zwar so sehr, dass er kurzerhand dem ein Jahr älteren Partner des Mädchens Handschellen anlegte.Unter anderem erzählte Bowman dem 15-jährigen Jungen, dass dieser sich strafrechtlich verantworten müsse, da er sexuellen Verkehr mit einer Minderjährigen gehabt hatte. „Das sieht nicht gut aus für dich“, drohte der Beamte dem Jungen. „Weißt du, was das heißt? Dumm, dass die Person, mit der du Sex hattest, die Tochter eines Polizisten ist. Die Staatsanwaltschaft wird möglicherweise Anzeige erstatten.“ Dann wurde der Vater des Mädchens persönlich: „Mit der Tochter eines Polizisten macht man nicht herum. Du bist dumm!“

Der Polizist absolvierte seinen „Amtsauftritt“ im Beisein der Eltern des Jungens. Diese nahmen den Vorfall auf Video auf und beschwerten sich anschließend bei der Polizei.

Der Fall löste in den Vereinigten Staaten eine Debatte darüber aus, ob der Beamte sein Amt missbraucht hat oder nur als besorgter Vater agierte. Der Anwalt des Jungen, Tony Boskovich, sieht seinen Mandaten klar im Recht: „Der Beamte hat Gewalt angewendet, dem jungen Mann Handschellen angelegt und ihm mit Szenarien wie Vergewaltigungen im Gefängnis gedroht. Damit hat er sich wie ein Cowboy verhalten“, erklärt Boskovich im „Daily Telegraph“. „Er ist ausgeflippt, hat sich Zugang zu seinem Zuhause verschafft und seine Autorität missbraucht.“

Bowman dagegen wendet ein, dass die Eltern des Junges zu keinem Zeitpunkt gegen sein Handeln protestiert hätten. „Alles geschah in guter Absicht, einen jungen Mann, der sich in Schwierigkeiten befindet, wieder auf den rechten Weg zurückzuführen.“

Der Polizist wurde mittlerweile beurlaubt. Die Staatsanwaltschaft erwägt nun, rechtliche Schritte gegen Bowman wegen Freiheitsberaubung einzuleiten.

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