Ueber 200 Beschaeftigte des SWMH-Konzerns protestieren gegen geplante Kuendigungen der “Sonntag Aktuell”-Beschaeftigten

Ueber 200 Beschaeftigte der Suedwestdeutschen Medien-Holding (SWMH), protestierten am Dienstag in ihrer Mittagspause gegen die geplante Entlassung der gesamten Belegschaft von “Sonntag Aktuell”. Sowohl Betriebsraete der Stuttgarter Zeitung, der Stuttgarter Nach-richten, der Pressehaus Info Technik (Phit) und der Pressehaus-Grundstuecksgesellschaft, aber auch der Konzernbetriebsrats-Vorsitzende Samir Alicic zeigten durch ihre Teilnahme die Verbundenheit und Solidaritaet mit den Betroffenen und sehen in der Aktion der Ge-schaeftsleitung einen weiteren Angriff auf die Qualitaet der Arbeit, der Zeitungen und auf  die Arbeitsplaetze im zweitgroeßten Medienkonzern der Bundesrepublik.Die Protestierenden sind empoert und entsetzt, dass eine seit Jahren nachweislich hervor-ragend arbeitende Belegschaft Knall und Fall gekuendigt werden soll, obwohl weder ein ueberzeugendes noch ein neues Konzept ueber einen Relaunch der Sonntag Aktuell vorliegt. Zudem waren vor vier Wochen von der Geschaeftsleitung Kuendigungen ausgeschlossen worden.

Die Beschaeftigten der verschiedenen Unternehmen des Pressekonzerns und ihre Betriebsraete sehen darin einen weiteren planlosen und ungehemmten Sparwillen, der darueber hinaus auch in einer menschenverachtenden Art und Weise von dem Vorstandsbeauftragten des Relaunches, dem Chefredakteur der Stuttgarter Nachrichten Grote und der Geschaeftsfuehrung durchgezogen wird.

Der Fachbereich Medien, Kunst und Industrie in ver.di Baden-Wuerttemberg, insbesondere aber auch der Landesvorstand der Deutschen Journalisten Union (dju) sprachen vor Ort der Belegschaft ihre Sympathie und Unterstuetzung aus. Auch die Betriebsraete und Betriebsratsvorsitzenden der Esslinger Zeitung, des Reutlinger General-Anzeiger (GEA) und der Suedwestpresse Ulm, die zum Teil Partner-Verlage von Sonntag Aktuell sind, hoben die Betroffenheit und das Unverstaendnis in ihren Redaktionen ueber die Maßnahmen hervor und zeigten sich solidarisch mit dem Protest.

Die Journalisten-Gewerkschaften dju in ver.di und DJV, der Fachbereich Medien, Kunst und Industrie und die Betriebsraete sind sich einig, dass die heutige Geschlossenheit bei der Demonstration ein guter Auftakt war, den Widerstand gegen den personellen Kahl-schlag bei Sonntag Aktuell und im Gesamtkonzern SWMH zu entwickeln.

Gleichzeitig wurde durch die zahlreichen Demonstranten deutlich gemacht, dass man auch im eigenen Unternehmen oder den Redaktionen den von der Konzernleitung dokumentierten Sparwillen befuerchtet und nicht ohne Widerstand hinnehmen wird.

Anlaesslich einer Mitarbeiterversammlung am Dienstag Vormittag hat die Belegschaft so-wohl den Betriebsrat von Sonntag Aktuell als auch den Konzernbetriebsrat der SWMH beauftragt in Verhandlungen ueber einen Interessenausgleich und Sozialplan zu treten, wenn die Kuendigungen in den kommenden Tagen erfolgen sollte.

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