Bruce Springsteen München 2009

interessant, was die Süddeutsche beim Bruce Springsteenkonzert in München erlebt hat: ein musikalisches Beben! Waou!

irgendwie scheint man in Bavaria von einem weiß-blauen Virus infiziert zu sein. Anders kann man das wohl nicht nennen! Doch mehr aus der Süddeutschen findet man dann hier:

Unterm jeansblauen Himmel

Bruce Springsteen und seine E-Street Band inszenieren im Münchner Olympiastadion ein musikalisches Beben

In der Besprechung eines Springsteen-Konzertes nannte die Kollegin damals den Himmel über dem Stadion “jeansblau”. Heute noch muss man feststellen, dass es keinen besseren gibt für einen Abend mit Bruce Springsteen, als einen jeansblauen. Auch wenn Himmel und Jeans eher ins anthrazitfarbene changieren wie an diesem Donnerstagabend in München. Im Osten der Stadt war ein heftiges Gewitter niedergegangen, die Luft war schwül, aus den Lautsprechern drang leise Steve Winwoods “I”m A Man”, als die Vans ins Olympiastadion rollten. Dann spielte Nils Lofgren, auf dem Akkordeon “Muss i denn zum Städtele hinaus”, ein als folkloristischer Gruß gedachter Auftakt für knapp drei Stunden Baden im Soundmeer eines der Großen der Rockgeschichte. Immerhin hat Bruce Springsteen, heute 59, eine erste Werksammlung schon 1984 unters Volk gebracht.

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In einem journalistischen Lehrbuch steht: Beginne deine Geschichte mit einem Erdbeben und steigere sie langsam. Möglicherweise steht das auch als dramaturgischer Leitfaden irgendwo im Springsteenschen Haus in New Jersey. Schon immer begannen seine Konzerte mit den beiden Worten “one, two”, denen ein musikalisches Beben folgte, ausgelöst durch Springsteens heftige Hiebe auf die betagte Telecaster und durch ein kehliges Röhren, das manchem Zwölfender zur Ehre gereichte. Diesmal folgten die dreieinhalb Akkorde rund um E-Dur von “Badland”, und – “Lights out tonight!” – schon war der Himmel, na, wie wohl, jeansblau natürlich.

Für viele im nicht ganz ausverkauften Oval blieb er das auch, unten in der Arena vielleicht mit noch mehr Berechtigung, denn da war der Sound deutlich besser als im überdachten Sitzbereich, wo er schon, wie vor drei Jahren, je mehr zu Brei wurde, desto höher man stieg.

Bevor nun das Konzert wurde wie immer, also zur Präsentation eines Schnitts aus mittlerweile 29 Alben, galt es, das aktuelle zu präsentieren. Und siehe da: Was im Studio kitschig und synthetisch klingt, knallt live recht markant: “My Lucky Day”, eine so einfache wie typische Springsteen-Nummer; und auch “Outlaw Pete”, das achtminütige Westerndrama mit Morricone-Anleihen, funktionierte wie der Titelsong “Working On A Dream”. Wobei man nun gerne ein paar hundert Zeilen darüber verlieren würde, dass dieses Album eigentlich eine Mogelpackung ist, weil die Assoziation zu Martin Luthers Traum und Obamas Wahlkampf sich in keinem der Songs erfüllt.

Auch im Konzert beließ es Springsteen bei einer im Duktus eines TV-Predigers gehaltenen Ansage, er wolle mit allen ein Haus bauen für “love, hope, fame, hapiness” und, auch das noch, für “sexual healing”. Sogar “Rising”, geschrieben nach und für 9/11, blieb unkommentiert. Das war früher anders. Stattdessen zeigte Springsteen ungewohnte Laune an der Show, inszenierte ein Wunschkonzert mit Roy Orbisons”Pretty Woman”, ließ einen Buben ins Mikro singen, gab schließlich gefühlte drei Stunden Zugaben. Und am nächsten Tag hing an der obersten Spitze des Olympiaturms eine blaue Jeans. KARL FORSTER

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Comments

Trackbacks

  • By Hope for HAITI…now! « Laila's Musik Blog on January 23, 2010 at 3:56 pm

    […] sowie Wyclef Jean (er stammt auch aus Haiti) moderiert. Musikstars wie Madonna, Stevie Wonder, Bruce Springsteen, Justin Timberlake, Alicia Keys, Jay-Z, Christina Alguilera, Coldplay, Rihanna, Bono, Shakira & […]

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